Garten DIY ein günstiges und hübsches Hochbeet für unter 50,- Euro aus Douglasien Terrassenholz

In unserem 500qm Gartenparadies stehen vorne bereits 4 grosse Hochbeete aus Palettenholz und diese sind auch schon komplett bepflanzt mit Salaten, Kohlrabi, Möhren, Bohnen, Erbsen und vielen Kräutern. 

Allerdings wünschte ich mir schon lange ein niedrigeres Hochbeet für unsere Tomatenpflanzen. Da ich diese immer recht hoch ziehe, brauchte ich im letzten Jahr immer eine Leiter, um die oberen Tomaten zu ernten 😉 .

Im hinteren Gartenbereich haben wir vergangenen Sommer ein Sonnendeck / eine Bühne für ausgedehnte Freiluft-Konzerte errichtet und ich fand, dass sich ein niederes Hochbeet dort richtig gut machen könnte. Viel Geld wollte ich nicht ausgeben und so entschieden wir uns kurzerhand das künftige Beet aus Terrassendielen zu bauen. 

MATERIALLISTE:

  • 6 Terrassendielen Douglasie 2,40m lang ( gibts in jedem gut sortierten Baumarkt )
  • 1 1,60m langen, dicken Balken als Stabilisator an den Beetkanten
  • 8 Eisenwinkel und 4 Eisenbleche
  • Schrauben
  • passende Gartenplane oder Unkrautfliess

Was ihr sonst noch benötigt:

  • Holzlasur und Pinsel, wenn gewünscht ( die Dielen waren Kesseldruck-imprägniert, ich wollte sie allerdings farblich unterschiedlich )
  • Akkuschrauber und Bohrmaschine
  • Tacker
  • Säge

SO BAUT IHR EUCH EIN HOCHBEET AUS TERRASSENDIELEN

Unser Beet sollte 1,80m lang und 60cm breit werden. So wurden die Terrassendielen also erstmal zurecht gesägt. Dann kamen Lasur und Pinsel zum Einsatz. Ich habe für die äusseren Bretter eine Lasur in der Farbe Palisander und für die mittleren Dielen Eichelasur benutzt. Die Lasur gab es neulich im Discounter für kleines Geld und sie ist echt super gut. Während die Dielen in der Sonne trockneten, bereitete der wunderbarste Herr S. den Balken vor. Dieser musste in 4 gleichlange Stücke zersägt werden. Der dicke Balken dient als Eckpfosten und die einzelnen Dielen werden daran befestigt. 

Zuerst haben wir die langen Seitenteile an den beiden Pfosten verschraubt, diese dann in Position gestellt und die kurzen Dielen ebenfalls daran geschraubt. Man sollte die Löcher in den Eckpfosten vorbohren, dann hat man es beim Verschrauben einfacher.

Das Gerüst fürs Beet stand nun bereits und konnte an seinen Platz gestellt werden. Als Fläche sollte man einen ebenen Untergrund wählen. Zwischen Eckpfosten und Dielen wurden die Winkel zur Stabilisierung angebracht und die Eisenbleche ebenfalls innen, zwischen die Dielen geschraubt. Dies verleiht dem Hochbeet nochmal extra Stabilität. 

Nun muss man noch das Unkrautfliess, bzw in unserem Fall haben wir eine alte, wasserdurchlässige Gartenplane verwendet. Achtet darauf, dass euer Fliess oder die Plane Wasser durchlässt. Staunässe in einem flachen Beet lässt schnell die Wurzeln euer Pflanzen faulen. Die Plane haben wir rundum an den oberen Kanten des Beetes, mithilfe eines Tackers befestigt und fixiert.

Nun ist das neue Hochbeet auch schon fertig und kann gefüllt werden. Bei einem Hochbeet sollte man beim ersten Befüllen verschiedene Schichten verwenden. Zuerst bedeckt man den Boden mit einer Schicht aus dickeren und dünneren Stöcken, darauf kommt eine dünne Schicht reifer Kompost, wenn man noch Laub vom Herbst / Winter übrig hat, kann auch dies mit ins Beet auf den Kompost. Altes Laub verrottet schnell und enthält wichtige Nährstoffe. Daher sollte man abgefallenes Laub an Hecken und Bäumen nie komplett wegrechen. Lieber kleine Häufchen zwischen den Hecken machen. 

Auf die Kompostschicht füllt man nun das Beet bis zum Rand mit Gartenerde voll und schon kann das neue Beet bepflanzt werden. 

Für das Holz, die Winkel, Bleche, Schrauben und die Plane haben wir etwa 47,-Euro ausgegeben und das Ergebnis begeistert mich jeden Tag aufs Neue. Lasur hatte ich bereits im Garten, diese war aber auch nicht teuer. Für unser Beet benötigte ich etwa eine 1/4 Eimer davon, was umgerechnet 2,50 Euro gekostet hat.

ENDLICH TOMATEN ERNTEN AUF AUGENHÖHE DANK MEINEM NEUEN HOCHBEET AUS TERRASSENDIELEN

In unser neues, kleines Hochbeet habe ich in erster Reihe Lauch gepflanzt, dann die Tomatenpflanzen gesetzt und davor wächst Kopfsalat, 2 Chilis, eine Pimpernelle, sowie Estragon. Auch 3 kleine Erdbeer-Ableger durften einziehen und im Eck dahinter blüht ein tränendes Herz und sorgt für ein wenig Abwechslung im neuen Gemüsebeet. 

Mit etwas handwerklichem Geschick, ist das Beet in etwa 2 Stunden, inclusive Sägen und Lasieren, einsatzbereit. 

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbauen und unglaublich viel Freude beim Gärtnern.

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