Der perfekte Pastateig! Das Grundrezept mit Gelinggarantie #Food #Pasta #Nudelteig

DER WEG IST DAS ZIEL!

Vor gut 2 Jahren habe ich mich schonmal an selbstgemachte Pasta gewagt und bin damals in mehreren Versuchen kläglich gescheitert. Ich habe herum probiert, mehr Mehl, mehr Wasser, etwas Öl, kein Öl, irgendwie war das Ergebnis immer Mist. Lecker aber oftmals einfach zu viel Arbeit und eine riesige Schweinerei in der Küche.

Nun habe ich mir letzte Woche die Pastavorsätze für meine KitchenAid gegönnt und nochmal frei Schnauze an einem Grundteig für meine perfekte Pasta gefeilt. Und siehe da, direkt der erste Versuch wurde perfekt. Manche Dinge brauchen scheinbar einfach Zeit.

Und weils einfach so genial lecker schmeckt, schnell geht ( im Vergleich zu meinen vorherigen Versuchen 😉 ) und im Oktober der Tag der Pasta war, teile ich mit euch natürlich das Rezept.

DIE PERFEKTE PASTA

ZUTATEN

  • 600g Mehl Typ 405 oder 550 ( ich habe es inzwischen auch mit Dinkelvollkornmehl gemacht und das klappt auch super )
  • 6 Eier ( ganz wichtig -> Zimmertemperatur )
  • 3 EL gutes Olivenöl
  • etwas Salz aus der Mühle
  • eine Prise Paprikapulver ( muss nicht, schmeckt aber besser )
  • etwas Wasser für die Hände

Was braucht man noch?

  • optimal ist eine Nudelmaschine mit verschiedenen Aufsätzen
  • man kann aber auch alles per Hand machen und mit einem Nudelholz ausrollen und Nudeln formen

ZUBEREITUNG

Man braucht für die Teigherstellung keine Küchenmaschine, ich habe den Anfang allerdings doch von meiner erledigen lassen. 😉 und sie die ersten 5 Minuten kneten lassen. Ohne Maschine geht es wie folgt:

Das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche geben. Ich kann ich hierfür absolut ein grosses Backbrett aus Holz empfehlen. Meines ist bereits 20 Jahre alt und ständig im Einsatz. Eine Mulde ins Mehl formen und die Eier hineingeben. Das Olivenöl dazu, ich achte gerade hier auf sehr gute Qualität, denn das schmeckt man später auf jeden Fall. Salz und Paprikapulver dazu und alles mit einer Gabel vorsichtig von innen nach aussen anfangen zu vermischen. Wenn man quasi den Kern der Zutaten soweit mit dem Mehl vermengt hat, darf geknetet werden. Es krümelt anfangs sehr, man erhält aber recht schnell eine krümelige Kugel Teig. Ich habe nun meine Hände 2 Mal unter lauwarmem Wasser befeuchtet und so einfach den Teig weitergeknetet. Man braucht etwas Gefühl dafür, der Teig soll am Ende leicht glänzen und bereits eine gute Elastizität besitzen. Er darf nicht am Backbrett festkleben. Ist er zu feucht, einfach ein wenig Mehl auf die Hände geben und Weiterkneten, krümelt er noch, erneut die Hände befeuchten. Alles wirklich kein Hexenwerk.

Nun muss die Teigkugel etwa 30 Minuten in Frischhaltefolie gewickelt ruhen. Ich nehme immer einen Gefrierbeutel, den ich auch öfter dafür benutze. Man kann ihn in den Kühlschrank tun, ich lasse ihn einfach auf der Arbeitsfläche liegen. Im Kühlschrank kann man den Teig übrigens auch gute 24 Stunden aufheben.

Nach der Ruhezeit habe ich den Teig in 5 gleich große Stücke geteilt und diese durch die Nudelmaschine gejagt. Wie dick ihr euren Teig haben möchtet, kann jeder selbst entscheiden. Bei den Pastaaufsätzen bin ich von Dicke 1 bis zur Dicke 5 nacheinander vorgegangen. Insgesamt gibt es hier 9 Stufen aber so dünn wollte ich es nicht haben. Man sollte nun mehrere, lange Teigplatten haben, welche man getrost kurz bei Seite legen kann, bevor man sie weiterverarbeitet.

Ohne Nudelmaschine muss man den Teig einfach glatt mit dem Nudelholz ausrollen, hierzu würde ich etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben, wobei der Pastateig an sich nicht mehr groß klebt. Auf etwa 1-2 mm dünn ausrollen und Nudeln entweder formen oder einfach in dünne Streifen für Tagliatelle schneiden.

NUDELN MACHEN DIE SEELE GLÜCKLICH!

Man muss Nudeln respektieren, denn sie machen die Seele glücklich!

*Nino Cerruti*

Wir lieben Bandnudeln, Tagliatelle total und so habe ich auch diese als erstes aus dem Teig zubereitet. Nachdem die Teigplatten in Form geschnitten wurden, muss die Pasta nochmal 10-15 Minuten trocknen. Hierzu empfiehlt sich ein Pastaständer oder man hängt einfach, wie ich, die gesamte Küche mit Wäscheleinen voll und trocknet die Pasta darauf 😉 . Bei der Zubereitung von Lasagne, Cannelloni, Ravioli oder Tortellini entfällt die Trockenzeit und die Pasta kann direkt weiterverarbeitet werden.

Die Pasta an sich kocht man in reichlich Salzwasser für 3-5 Minuten, je nach Dicke des Teiges. Ungetrocknete Pasta braucht nur 1-2 Minuten. Achtung, nicht wundern, die Nudel an sich wird beim Kochen grösser.

Die fertige Pasta aus dem Wasser seihen und einfach nur noch geniessen! Für mich ist selbstgemachte Pasta absoluter Luxus und ein Hochgenuss. Inzwischen habe ich sogar beschlossen, dass es nach Möglichkeit nur noch selbstgemachte Pasta bei uns geben wird und die Wäscheleine hängt seit Tagen bereits voll damit. Man kann durchgetrocknete Pasta nämlich auch wunderbar in verschlossenen Gläsern aufbewahren. Natürlich nur ein paar Wochen. Sie darf nur keine Feuchtigkeit mehr haben und auch keine bekommen, denn sonst fängt die Pasta an zu schimmeln.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

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